Logo

Süßstoff gesund oder ungesund

Süßstoff gesund oder ungesund

Punkt 1) Süßstoff gesund - Was ist Süßstoff eigentlich?


Als Süßstoff werden künstlich erzeugte oder aus Pflanzen gewonnene Ersatzstoffe bezeichnet, die anstelle von industriellem Zucker verwendet werden.
Herkömmlicher Zucker wurde längst als gesundheitsschädlich deklariert. Dabei konsumieren die Deutschen etwa 35 Kilogramm Zucker im Jahr. Mit einer täglichen Einnahme von 95 Gramm pro Tag sind gesundheitliche Probleme durch den hohen Konsum von Zucker fast vorprogrammiert.
Deshalb nutzen die Hersteller von Lebensmitteln immer öfter Ersatzstoffe, um ihre Produkte zu süßen und einen angenehmen Geschmack erzeugen zu können. Als Beispiele für Süßstoff kann man unter anderem Stevia, Tagatose, Saccharin, Spartam oder Acesulfam nennen. Es gibt eine Vielzahl von künstlich hergestellten Süßstoffen, die häufig in Lebensmitteln verwendet werden. Süßstoffe, die aus pflanzlichen Quellen vorkommen, wurden schon in der Antike genutzt, um zum Beispiel Backwaren oder andere Speisen süßer zu machen.

Süßstoffe sind in der Regel deutlich süßer als herkömmlicher Zucker und werden daher nur in geringen Mengen in Lebensmitteln eingesetzt. Wissenschaftler nutzen die bis heute gewonnenen Kenntnisse um Zucker zu reduzieren, indem man Süßstoff mit Zucker mischt und dabei die Menge an industriell hergestelltem Zucker verringert.
Süßstoff wird in der Lebensmittelindustrie als Zusatzstoff deklariert und muss daher mit einer eindeutigen Kennzeichnung versehen werden. Auf Produkten, die Süßstoff enthalten, findest Du daher die Ersatzprodukte für Zucker stets mit einer Abkürzung, die mit dem Großbuchstaben E beginnt.
Auch wenn Süßstoff als Ersatz für den gesundheitsschädlichen Zucker scheinbar gesünder erscheint, dürfen Lebensmittel einen individuell bestimmten Wert nicht überschreiten. Ebenso regelt die Lebensmittelkommission auch, in welchen Produkten Süßstoffe verwendet werden dürfen, und in welchen nicht.


Punkt 2) Ist Süßstoff gesund?


Immer wieder stehen Süßstoffe im Verdacht, negative Auswirkungen auf unsere Gesundheit zu haben. Dabei werden Ersatzprodukte für Zucker doch immer als gesund angepriesen. Zucker kann sich vielseitig negativ auf unser Wohlbefinden auswirken. So hat es zum einen natürlich eine hohe Menge an Kalorien, die zu Übergewicht und somit Fettleibigkeit führen können. Auch steht Zucker im Verdacht, unser müde zu machen und ebenso weißt du sicherlich, dass man schnell Abhängig vom Zucker werden kann. Wissenschaftler fanden sogar heraus, dass übermäßiger Konsum von Zucker das Wachstum von Krebszellen begünstigen kann.
Höchste Zeit also, Zucker endgültig von unserer Speisekarte zu streichen. Wenn Süßstoff gesund ist, ist es doch als Alternative zum herkömmlichen Zucker bestens geeignet, oder etwa nicht?
Süßstoff hat gegenüber dem normalen Zucker einen enormen Vorteil: Süßstoffe, ganz gleich ob sie künstlich produziert wurden oder aus der Natur gewonnen wurde, enthalten so gut wie keine Kalorien. Sie machen also nicht dick. Bei der geringen Menge, die ohnehin in den Produkten zu finden sind, käme man sowieso kaum auf eine beachtliche Kalorienzahl, ganz anders als beim Zucker. Hier reicht schon ein Glas Apfelsaft aus, um eine enorme Kalorienzahl zu sich zu nehmen.
Ein weiterer Vorteil, der Süßstoff gesund erscheinen lässt ist dieser: Süßstoffe werden nicht in Verbindung mit Speichel in Säure verwandelt und können daher keinen Karies entstehen lassen.
Diese beiden Punkte lassen Süßstoff gesund erscheinen und sorgen dafür, dass die Produzenten von Lebensmitteln immer mehr auf Zuckerersatzstoffe setzen und ihre Produkte mit Süßstoffen anreichern, um eine geschmackvolle Süße herbeiführen zu können.


Punkt 3) Ist Süßstoff ungesund?


Ob Süßstoff gesund oder ob Süßstoff sogar ungesund ist, ist ein wichtiges Thema für Wissenschaftler und Forscher. So wurde in verschiedenen Studien mit Ratten herausgefunden, dass bei den Tieren, die regelmäßig Süßstoffe zu sich nahmen, häufiger Blasenkrebs entstand, als bei ihren Artgenossen, die keinen Süßstoff konsumierten. Bei menschlichen Konsumenten, die Süßstoff in einer von der Gesundheitskommission begrenzten Menge zu sich nahmen, konnten keine Verbindungen zum Süßstoff-Konsum und einer Krebserkrankung festgestellt werden.
Besonders häufig stand Aspartam, ein Süßstoff, der vor allem in beliebten Getränken wie Cola oder Limonade light verwendet wird, im Verdacht, gesundheitliche Probleme hervorzurufen. Aspartam ist etwa 200 mal so süß wie herkömmlicher Zucker und wird in Produkten, wie zum Beispiel in Erfrischungsgetränken nur in sehr geringen Mengen angewendet.

Aspartam stand ebenfalls lange im Verdacht, Heißhungerattacken auszulösen. So sollte man durch den Genuss von Erfrischungsgetränken, die mit dem Zuckerersatzstoff gesüßt waren, häufiger Hunger bekommen und so der Effekt der Kalorieneinsparung zunichte gemacht werden. Dies deklariert den Süßstoff aber nicht als ungesund. Tatsächlich kann es sein, dass durch den Verzicht auf Kohlehydrate, die beim Konsum von herkömmlichen Zucker im Gehirn verstoffwechselt werden, das Belohnungszentrum nicht angesprochen wird. Unser Körper muss beim Konsum von Light Getränken dann auf diesen Effekt verzichten und möchte ihn durch weitere Nahrung einholen. Tatsächlich kann dies bei einigen Menschen Heißhungerattacken auslösen. Da aber jeder Mensch einen anderen Stoffwechselprozess hat, kann diese These nicht pauschalisiert werden und Süßstoff als ungesund darstellen.


Punkt 4) Der richtige Umgang mit Süßstoff


Wenn Du von herkömmlichen industriell produzierten Zucker auf Süßungsmittel wechseln möchtest, um abzunehmen oder um deine Gesundheit im allgemeinen zu fördern, solltest du einen bewussten Umgang mit Süßungsmitteln erlernen. Auch hier darf nicht hemmungslos konsumiert werden, sondern auch auf die richtige Menge achten, um dem Körper nicht zu viel Süße zukommen zu lassen.

1. Natürlichen Geschmack wieder neu kennenlernen
Wenn wir als Kinder erstmals Lebensmittel kennenlernst, sind diese in der Regel frei von Süßungsmittel. Erst später, wenn wir erstmals Süßigkeiten wie Schokolade, Kekse oder Eis essen, kommen wir mit dem süßen Geschmack in Berührung. Das köstliche Geschmackserlebnis sorgt für ein gutes Gefühl, denn hier werden auch Mechanismen im Gehirn freigesetzt, die unser Belohnungszentrum anregen. Ein Stück Schokolade wenn wir glücklich sind, oder wenn wir traurig sind, erzeugen gute Laune. Dieses Verhalten, dass so viele von uns falsch und viel zu früh erlernt haben, ist ein häufiger Grund für die Ausbreitung von Übergewicht.
Wenn Du auf Zucker verzichten möchtest, solltest Du langsam auf Süßstoff umsteigen und mit der Zeit lernen, wie Dinge auf natürliche Weise schmecken. Schnell wirst Du feststellen, wie intensiv gesüßt die verschiedenen Lebensmittel sind. Wenn Du erfolgreich bist, sind Dir viele Naschereien bald zu süß und steigst ganz von allein auf Zuckeralternativen um.

2. Wie viel Süßstoff darf ich höchstens zu mir nehmen?
Die Grenzen für die Tagesdosis an Süßungsmitteln ist von der WHO vorgegeben. Jedoch muss man beachten, welchen Süßstoff man zu sich nimmt.
Beim Ersatzstoff Saccharin spricht man davon, höchstens 2,5 mg pro Kilo Körpergewicht pro Tag zu sich zu nehmen, bei Cyclamat sind es sogar 11 mg pro Körpergewicht in Kilogramm.
Bleibst Du unter diesen Mengen, ist Süßstoff nicht ungesund für Dich.

 


Kommentieren481 Kommentare ▼
Mir hat die Kostenlose Abnehmhilfe sehr geholfen. Vielen Dank dafür!
Die Abnehmhilfe ist defintiv empfehlenswert!
Mehr Kommentare anzeigen

Weitere Blogbeiträge: